AKW-Abriss versteckt - verteilt - verharmlost


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Wiederbegegnung mit einem Atomkraftwerk

In Deutschland hat der gro├če AKW-Abriss begonnen. Bereits 22 Atomkraftwerke werden derzeit stillgelegt und sollen abgerissen werden. Zur├╝ck bleibt ein gro├čer M├╝llberg. Ihre strahlende Hinterlassenschaft haben die Atomkonzerne bereits vorsortiert:


1 bis 3%
Langfristige Lager f├╝r hochradioaktive Abf├Ąlle und f├╝r schwach- und mittelradioaktive Ab- f├Ąlle, derzeit Zwischenlager. Geringer Anteil am Gesamtvolumen, sehr hoher Anteil am Radioaktivit├Ątsinventar.

97 bis 99%
M├╝llabfuhr (radioaktiv belastetes und unbelastetes Material).

Deutsche Atomkraftwerke landen im Wertstoffkreislauf, in der M├╝llverbrennung und auf Bauschutt-Deponien im ganzen Land. Wenn wir das nicht stoppen, begegnen uns die ab- gerissenen deutschen AKW schon bald wieder ÔÇô ├╝berall. K├╝nstliche Radioaktivit├Ąt aus dem AKW-Betrieb landet in Kocht├Âpfen, in Konservendosen oder in Baumaterial, in der Luft, die wir atmen, im Wasser, das wir trinken und in Lebensmitteln, die wir essen.


Es war das Jahr 2001, als der damalige Bundesumweltminister J├╝rgen Trittin gelernt hatte, Kr├Âten zu schlucken. Damals unterzeichnete die rot-gr├╝ne Bundesregierung gemeinsam mit den Atomkonzernen den Vertrag, der als ÔÇ×Atomkonsens“ Geschichte schrieb. Umweltverb├Ąnde und Anti-Atom-Initiativen protestierten gegen die Unterzeichnung, denn sie erkannten den Atom- konsens als Mogelpackung. Das war kein Atomausstieg, sondern ein Garantievertrag f├╝r den reibungslosen Weiterbetrieb mit viel Spielraum in Richtung Verfallsdatum der Atommeiler ÔÇô und inklusive R├╝ckfahrschein.

Die Atomkonzerne waren zufrieden. Bundeskanzler Schr├Âder war ebenfalls zufrieden, denn er hatte die Energieriesen bei Laune gehalten und den Koalitionspartner ruhiggestellt. Und der Umweltminister konnte endlich verk├╝nden, dass die Gr├╝nen ihr wichtigstes Wahlversprechen, den Atomausstieg, quasi eingel├Âst hatten. Trittin hatte unter gro├čem Druck geliefert, denn ohne ÔÇ×Atomausstieg“ w├Ąre der Verbleib der Gr├╝nen in der Regierungskoalition kaum vermittelbar gewesen.

Eines der Konsens-Geschenke f├╝r die Atomkonzerne kam mit der Strahlenschutznovelle 2001: Die Einf├╝hrung der
Freigaberegelung (§29 StrlSchV):
Die Freigaberegelung schuf die Voraussetzung daf├╝r, dass die Energiekonzerne ihre Atomkraft- werke nach Abriss zu circa 98 Prozent kosteng├╝nstig in die ÔÇ×M├╝llabfuhr“ geben d├╝rfen.

Das w├Ąre unproblematisch, wenn die Zielsetzung der Freigabe lauten w├╝rde, dass nur zwei- felsfrei unbelastetes Material in den Abfallwirtschaftskreislauf gelangen darf. Dies ist jedoch nicht der Fall, freigegeben wird, was nicht ÔÇ×unzweifelhaft endgelagert“ 1 werden muss. Es darf durchaus radioaktiv belastet sein und das in beachtlichen Ma├čen und Mengen. Was in die Ab- fallwirtschaft gegeben wird, bestimmt der Gesetzgeber mit der Festlegung von Grenzwerten f├╝r radioaktive Stoffe.

Die Begr├╝ndung f├╝r die Freigaberegelung ist nicht im medizinischen Bereich zu finden. Ein Schwellenwert, unterhalb dessen Strahlung nicht sch├Ądlich w├Ąre, existiert nicht. Die Freigaberegelung ist eher als Finanzierungskonzept zur Reduzierung der Atomm├╝llkosten zu verstehen. Das Bundesumweltministerium formulierte das im Jahr 2001 so:

ÔÇ×In die Abw├Ągung zur Festlegung entsprechender Vorsorgewerte flie├čen neben den in erster Linie zu ber├╝cksichtigenden Erkenntnissen der Risikobewertung zur Wirkung niedriger Strahlendosen auf Mensch und Umwelt auch ├ťberlegungen der Risikoakzeptanz ein. Dabei m├╝ssen auch wirtschaftliche Erw├Ągungen, z.B. die Kosten einer Endlagerentsorgung einbezogen wer- den.

├ťbersetzt bedeutet das:
Die Bev├Âlkerung finanziert die Beseitigung von strahlendem AKW-Abrissmaterial mit ihrer Gesundheit

Auszug aus der Brosch├╝re:
versteckt - verteilt - verharmlost
AKW-Abriss
Wie uns Atomindustrie und Politik ihren radioaktiven M├╝ll unterjubeln
www.baesh.de

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