Produttori

Velutina Steamlance - nicht mehr lieferbar

  • Codice articolo: 97050503,1
  • Peso: 130kg
  • Prodotto da: Oberacker N&T

 Domanda sul prodotto 


incl. 19% IVA.
più spese di spedizione

Quantità:
PDF zum Produkt betrachten

Video zum Produkt betrachten

Für weitere Informationen können Sie mich gerne kontaktieren

Warum Nester der asiatischen Hornisse - Vespa velutina nigrithorax - bekämpfen?
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wurde erstmals 2004 im Süden von Frankreich in Europa nachgewiesen. Vermutlich wurde sie mit einer Warenlieferung unabsichtlich eingeführt. Seitdem hat sich die Art massiv in Europa ausgebreitet und besiedelt inzwischen ganz Frankreich, große Teile von Benelux und Teile von Nordwestspanien, Norditalien, Portugal, England. In Deutschland wurde die Art erstmalig 2014 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Seit dem Jahr 2023 hat sich die Art in Deutschland und auch in Baden-Württemberg stark ausgebreitet.

Asiatische Hornissen fressen fast jede Insektenart, die sie auf Blüten antreffen, zeigt eine neue Studie. Dieses Ergebnis unterstreicht die Gefahr für die Umwelt, die von dieser eingeschleppten Art ausgeht.
Eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt es erneut: Die eingeschleppte Asiatische Hornisse Vespa velutina ist eine enorm anpassungsfähige Räuberin. 1.449 unterschiedliche Tierarten oder Tiergruppen haben Forscherinnen und Forscher in den Mägen der Hornissenbrut nachgewiesen. Aufgrund gewisser Unsicherheiten der DNA-Analysen könnte die tatsächliche Artenzahl sogar noch höher liegen.
Viele Bestäuber durch die Hornisse betroffen
Die gefundenen Arten reichen von Honigbienen über Wespen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge bis hin zu Spinnen. Unter den 50 Arten, die am häufigsten von den Asiatischen Hornissen gefangen wurden, befanden sich 43 Arten, die als Bestäuber auftreten, darunter auch Hummeln und Wildbienen. Außerdem spielen 17 dieser Arten als Aas- und Dungfresser eine wichtige Rolle bei der Zersetzung organischen Materials. Mit Blick auf eine mögliche Verminderung der vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen kommt das Autorenteam zu dem Schluss: „Es handelt sich im Grunde nicht nur um ein Problem der Imker, vielmehr müssen die Auswirkungen auf die Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden.“

Besondere Herausforderung durch die Asiatische Hornisse
Invasive Soziale Insekten beeinflussen Menschen in Städten auf vielfältige Weise, sie stechen, sie
vertreiben Haustiere, sie besiedeln Nistplätze im häuslichen Umfeld darüber hinaus haben sie negative
Effekte auf die Gesundheit der Bevölkerung und schwächen die bestehende Bausubstanz. Im Fall von
Vespa velutina handelt es sich nicht nur um ein invasives Soziales Insekt, sondern auch um ein
fliegendes Gifttier. In anderen Worten von ihr geht nicht nur eine potenzielle Bedrohung für die
Biodiversität aus, sie bedeutet auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Nester
dieser Art umfassen im Gegensatz zur einheimischen Hornisse V. crabro nicht nur Hunderte, sondern
Tausende Tiere. In städtischen Gebieten, wo viele Menschen leben und wo sich in Regionen mit
etablierten Populationen 36 % der Nester an Gebäude befinden können (Diéguez-Antón et al 2022),
stellt das neue Auftreten der Hornisse ein erhebliches zusätzliches Stichrisiko dar. Ein internationales
Beispiel für ein anderes Soziales Insekt mit Gifttierstatus ist die Argentinischen Feuerameise, Solenopsis
invicta (Bragard et al., 2023). Diese Art hat den Europäischen Kontinent erreicht und breitet sich aus.
Stiche verursachen allergische Reaktionen und werden als ernsthaftes Problem für die
Bevölkerungsgesundheit eingeordnet (Xu et al., 2012). Das Gift von V. velutina hat offenbar auch ein
hohes allergenes Potenzial. In Spanien ist V. velutina mittlerweile die Hautflügler Art, die noch vor
Honigbienen und Wespen am häufigsten anaphylaktische Schockreaktion hervorruft (Ruëff, 2024). In
den Jahren 2015 bis 2019 wurden laut Statistischen Bundesamt jährlich 16-29 Todesfälle durch Stiche
von Honigbienen, Wespen und Hornissen erfasst (Ruëff et al., 2023). Überträgt man die Zahlen aus
Spanien, die ein größeres Allergen-Potenzial im V. velutina Gift, als die oben aufgelisteten Arten
nahelegt, auf die Bundesrepublik Deutschland, dann ist ein signifikanter Anstieg der Mortalität durch
eine erleichterte Ausbreitung der Asiatischen Hornisse wahrscheinlich. Noch bleibt abzuwarten, ob
man die gesundheitlichen Risiken durch V. velutina als „ähnlich“ wie bei Honigbienen oder Wespen
einordnen kann. Auch wenn gesundheitliche Risiken nur „ähnlich“ sein sollten, bedeutet jeder Stich
der invasiven Art zusätzliche Stichopfer, die in einigen Fällen auch schwerwiegende Konsequenzen
hervorrufen werden.

Ökonomische Überlegungen: Kosten-Nutzen-Analyse
Die Datenlage zu Schäden in der Imkerei und Landwirtschaft sind noch nicht voll belastbar. Erste
Studien aus Galizien und Portugal zeigen jedoch, dass 83% der Früchte Schäden aufweisen,
insbesondere im Weinbau treten massive Ernteausfälle und Qualitätsverluste durch V. velutina auf
(Nave et al. 2024). Diese Zahlen gehen noch nicht auf flächendeckende Studien zurück, aber der Fraß
an Früchten im Obst- und Weinbau dürfen in der ökonomischen Bewertung der Folgen einer nicht
strikten Bekämpfung von Vespa velutina keinesfalls einfach ignoriert werden. Wir schätzen die Schäden
allgemein als dichteabhängig ein. Erst mit überschreiten der Schadgrenze kommt es zu massiven
negativen Folgen. Dies gilt nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für alle betroffenen Bereiche.
Schlussbemerkungen
Die Herausforderungen, die durch die Asiatische Hornisse auf Mensch und Umwelt zukommen, sind
komplex. Lange Zeit sind in vielen Landkreisen leider nur unzureichende Anstrengungen zur Bekämpfung der
Tiere unternommen worden.
Die Zeit zwischen der Nestmeldung und Bekämpfung ist entscheidend für
den Erfolg der Bekämpfungsmaßnahme. Hier müssen Behörden sich selbst und den Bekämpfern über
Zielvereinbarungen Fristen setzen. Es kann nicht sein, dass zwei Monate und mehr ins Land gehen,
bevor ein Nest eliminiert wird oder wie es auch schon zu oft vorgekommen ist das den Behörden
gemeldete Nester einfach durchlaufen können. Ultimatives Ziel muss eine systematische Bekämpfung
vor dem Reproduktionszeitpunkt der Tiere sein. Nur so kann es mittel- und langfristig gelingen die
Populationen der Asiatischen Hornisse unter der Schadgrenze zu halten, um unsere wertvolle
einheimische Biodiversität zu schützen.
Der NABU und andere Naturschutzorganisationen haben der Bevölkerung und den Behörden
klargemacht, dass die Verbreitung der Asiatischen Hornisse eine ernste ökologische Bedrohung ist. Es
gilt, systematisch und nachhaltig zu handeln, um die Gesundheit von Menschen und die Resilienz von
Ökosystemen zu bewahren und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen – für das Wohlergehen
künftiger Generationen, für den Erhalt der Artenvielfalt und zur Minimierung der Risiken, die mit der
invasiven Ausbreitung dieser giftigen sozialen Insektenart verbunden sind.

Quellen: NABU, Deutscherimkerbund, UMBW


Oberacker Natur & Technik

Schulstr. 24
76351Linkenheim-Hochstette

Questo articolo è stato aggiunto al negozio il Montag, 31. August 2026.

Case discografiche

Informazioni sul produttore

Chi è online

Al momento ci sono 8 Ospiti online.
Copyright © 2026 Oberacker Natur und Technik. Powered by Zen Cart