Hersteller

Velutina Steamlance - nicht mehr lieferbar

  • Artikelnummer: 97050502
  • Gewicht: 130kg

 Frage zum Artikel 


inkl. 19% MwSt.
zzgl. Versandkosten

Anzahl:
PDF zum Produkt betrachten

Video zum Produkt betrachten

Velutina Steamlance - nicht mehr lieferbar - Warum?

Hintergrundinfo wegen der vielen Nachfragen:

Die Entwicklung dieses System hat dadurch begonnen, dass ich Ende 2024 auf einer Messe in Nürnberg einen Hersteller von Carbonrohren auf das Problem der asiatsichen Hornisse aufmerksam gemacht habe. Ich habe gefragt inwieweit er mich dabei unterstützen könnte die Nester hoch im Baum vom Boden aus ohne Hubsteiger erreichen zu können. 20-30m oder sogar höher seinen kein Problem wurde mir gesagt.

Der erste Test im Frühjahr 2025 verlief vielversprechend bei uns im Ort, wir waren zu zweit Plus der Hersteller - beim zweiten Test bei mir im Hof war klar dass das nun modifizierte Gerät funktioniert. Zu dem Zeitpunkt waren wir drei Personen aktiv am testen mit der Unterstützung des Herstellers.

Für alle Tests hatte ich alle Testgeräte bei mir gelagert und bei Treffen für die Bewirtung gesorgt.

Der endgültige Einsatz im Sommer 2025 an realen Nestern im Baum und an Fassaden bestätigten dann auch die Wirksamkeit. Wir waren einen Tag lang zu dritt unterwegs und haben mehrere Nester beseitigt.

Dann vergingen noch einige Wochen bis das System öffentlich vorgestellt werden durfte - es war eine Patentierung der Herstellers geplant und wir mußten alle ein NDA unterschreiben- wir durften nichts sagen - es war geheim.

Ich war mittlerweile aus der Gruppe ausgeschlossen - man benötigte mich nicht mehr wurde mir gesagt - bis mich dann der Hersteller Ende 2025 als Geschäftspartner akzeptierte und mich direkt belieferte.

Alle meine Vertriebsaktivitäten (Professionelle Photos, Internetauftritt, Vorführungen, Messeauftritt, Logo etc.) wurden mit meinem Ansprechpartner - dem Hersteller - abgeprochen und kamen gut bei potentiellen Kunden an. Mehrere Angebote konnte ich erstellen und mein Gerät vorführen - ein Messeauftritt war bereits vereinbart. Mehrere Nester habe ich Ende 2025 mit meinem Gerät beseitigt. Eine technische Verbesserung, Weiterentwicklung habe ich in einer Spezialwerkstatt einbauen lassen - die Verbindung der Dampfpistole zum Carbonrohr war nicht stabil genug. Den Hersteller habe ich über diese Schwachstelle informiert - er hat mir unabhängig davon angeboten mein Logo auf die Carbonrohre zu plazieren.

Aus heiterem Himmel kam dann im Frühjahr 2026 die Androhung gerichtlicher Schritte gegen mich wenn ich den Vertrieb meiner Velutina Steamlance nicht sofort einstellen würde. Deshalb ist sie nun nicht mehr lieferbar.

Hintergrund: Der Hersteller hat mit meinen ehemaligen Partnern eine GmbH gegründet und der Geschäftsführer der GmbH hatte nun das sagen und sah keine Verantwortung darin das Abkommen das ich mit dem Hersteller hatte weiterzuführen. Er hat dem Hersteller untersagt mich weiter zu beliefern. Das war das Ende der Velutina Steamlance und 1,5 Jahre Arbeit in dieses Projekt waren umsonst.

Das Angebot mich - wie einen auf provisionsbasis selbständigen Vertreter zu behandeln falls es zum Auftrag kommt ohne das Produkt selbst verkaufen zu dürfen - habe ich abgelehnt.

Mein Fehler war keine gerichtsfesten Verträge abgeschlossen zu haben - in diesem speziellen Fall war Vertrauen in meine Partner keine gute Geschäftsgrundlage. Schade.


Für weitere Informationen können Sie mich gerne kontaktieren

Warum Nester der asiatischen Hornisse - Vespa velutina nigrithorax - bekämpfen?
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wurde erstmals 2004 im Süden von Frankreich in Europa nachgewiesen. Vermutlich wurde sie mit einer Warenlieferung unabsichtlich eingeführt. Seitdem hat sich die Art massiv in Europa ausgebreitet und besiedelt inzwischen ganz Frankreich, große Teile von Benelux und Teile von Nordwestspanien, Norditalien, Portugal, England. In Deutschland wurde die Art erstmalig 2014 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Seit dem Jahr 2023 hat sich die Art in Deutschland und auch in Baden-Württemberg stark ausgebreitet.

Asiatische Hornissen fressen fast jede Insektenart, die sie auf Blüten antreffen, zeigt eine neue Studie. Dieses Ergebnis unterstreicht die Gefahr für die Umwelt, die von dieser eingeschleppten Art ausgeht.
Eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt es erneut: Die eingeschleppte Asiatische Hornisse Vespa velutina ist eine enorm anpassungsfähige Räuberin. 1.449 unterschiedliche Tierarten oder Tiergruppen haben Forscherinnen und Forscher in den Mägen der Hornissenbrut nachgewiesen. Aufgrund gewisser Unsicherheiten der DNA-Analysen könnte die tatsächliche Artenzahl sogar noch höher liegen.
Viele Bestäuber durch die Hornisse betroffen
Die gefundenen Arten reichen von Honigbienen über Wespen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge bis hin zu Spinnen. Unter den 50 Arten, die am häufigsten von den Asiatischen Hornissen gefangen wurden, befanden sich 43 Arten, die als Bestäuber auftreten, darunter auch Hummeln und Wildbienen. Außerdem spielen 17 dieser Arten als Aas- und Dungfresser eine wichtige Rolle bei der Zersetzung organischen Materials. Mit Blick auf eine mögliche Verminderung der vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen kommt das Autorenteam zu dem Schluss: „Es handelt sich im Grunde nicht nur um ein Problem der Imker, vielmehr müssen die Auswirkungen auf die Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden.“

Besondere Herausforderung durch die Asiatische Hornisse
Invasive Soziale Insekten beeinflussen Menschen in Städten auf vielfältige Weise, sie stechen, sie
vertreiben Haustiere, sie besiedeln Nistplätze im häuslichen Umfeld darüber hinaus haben sie negative
Effekte auf die Gesundheit der Bevölkerung und schwächen die bestehende Bausubstanz. Im Fall von
Vespa velutina handelt es sich nicht nur um ein invasives Soziales Insekt, sondern auch um ein
fliegendes Gifttier. In anderen Worten von ihr geht nicht nur eine potenzielle Bedrohung für die
Biodiversität aus, sie bedeutet auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Nester
dieser Art umfassen im Gegensatz zur einheimischen Hornisse V. crabro nicht nur Hunderte, sondern
Tausende Tiere. In städtischen Gebieten, wo viele Menschen leben und wo sich in Regionen mit
etablierten Populationen 36 % der Nester an Gebäude befinden können (Diéguez-Antón et al 2022),
stellt das neue Auftreten der Hornisse ein erhebliches zusätzliches Stichrisiko dar. Ein internationales
Beispiel für ein anderes Soziales Insekt mit Gifttierstatus ist die Argentinischen Feuerameise, Solenopsis
invicta (Bragard et al., 2023). Diese Art hat den Europäischen Kontinent erreicht und breitet sich aus.
Stiche verursachen allergische Reaktionen und werden als ernsthaftes Problem für die
Bevölkerungsgesundheit eingeordnet (Xu et al., 2012). Das Gift von V. velutina hat offenbar auch ein
hohes allergenes Potenzial. In Spanien ist V. velutina mittlerweile die Hautflügler Art, die noch vor
Honigbienen und Wespen am häufigsten anaphylaktische Schockreaktion hervorruft (Ruëff, 2024). In
den Jahren 2015 bis 2019 wurden laut Statistischen Bundesamt jährlich 16-29 Todesfälle durch Stiche
von Honigbienen, Wespen und Hornissen erfasst (Ruëff et al., 2023). Überträgt man die Zahlen aus
Spanien, die ein größeres Allergen-Potenzial im V. velutina Gift, als die oben aufgelisteten Arten
nahelegt, auf die Bundesrepublik Deutschland, dann ist ein signifikanter Anstieg der Mortalität durch
eine erleichterte Ausbreitung der Asiatischen Hornisse wahrscheinlich. Noch bleibt abzuwarten, ob
man die gesundheitlichen Risiken durch V. velutina als „ähnlich“ wie bei Honigbienen oder Wespen
einordnen kann. Auch wenn gesundheitliche Risiken nur „ähnlich“ sein sollten, bedeutet jeder Stich
der invasiven Art zusätzliche Stichopfer, die in einigen Fällen auch schwerwiegende Konsequenzen
hervorrufen werden.

Ökonomische Überlegungen: Kosten-Nutzen-Analyse
Die Datenlage zu Schäden in der Imkerei und Landwirtschaft sind noch nicht voll belastbar. Erste
Studien aus Galizien und Portugal zeigen jedoch, dass 83% der Früchte Schäden aufweisen,
insbesondere im Weinbau treten massive Ernteausfälle und Qualitätsverluste durch V. velutina auf
(Nave et al. 2024). Diese Zahlen gehen noch nicht auf flächendeckende Studien zurück, aber der Fraß
an Früchten im Obst- und Weinbau dürfen in der ökonomischen Bewertung der Folgen einer nicht
strikten Bekämpfung von Vespa velutina keinesfalls einfach ignoriert werden. Wir schätzen die Schäden
allgemein als dichteabhängig ein. Erst mit überschreiten der Schadgrenze kommt es zu massiven
negativen Folgen. Dies gilt nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für alle betroffenen Bereiche.
Schlussbemerkungen
Die Herausforderungen, die durch die Asiatische Hornisse auf Mensch und Umwelt zukommen, sind
komplex. Lange Zeit sind in vielen Landkreisen leider nur unzureichende Anstrengungen zur Bekämpfung der
Tiere unternommen worden.
Die Zeit zwischen der Nestmeldung und Bekämpfung ist entscheidend für
den Erfolg der Bekämpfungsmaßnahme. Hier müssen Behörden sich selbst und den Bekämpfern über
Zielvereinbarungen Fristen setzen. Es kann nicht sein, dass zwei Monate und mehr ins Land gehen,
bevor ein Nest eliminiert wird oder wie es auch schon zu oft vorgekommen ist das den Behörden
gemeldete Nester einfach durchlaufen können. Ultimatives Ziel muss eine systematische Bekämpfung
vor dem Reproduktionszeitpunkt der Tiere sein. Nur so kann es mittel- und langfristig gelingen die
Populationen der Asiatischen Hornisse unter der Schadgrenze zu halten, um unsere wertvolle
einheimische Biodiversität zu schützen.
Der NABU und andere Naturschutzorganisationen haben der Bevölkerung und den Behörden
klargemacht, dass die Verbreitung der Asiatischen Hornisse eine ernste ökologische Bedrohung ist. Es
gilt, systematisch und nachhaltig zu handeln, um die Gesundheit von Menschen und die Resilienz von
Ökosystemen zu bewahren und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen – für das Wohlergehen
künftiger Generationen, für den Erhalt der Artenvielfalt und zur Minimierung der Risiken, die mit der
invasiven Ausbreitung dieser giftigen sozialen Insektenart verbunden sind.

Quellen: NABU, Deutscherimkerbund, UMBW


Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 11. Dezember 2025 im Shop aufgenommen.

Sprachen

Deutsch  English  Francais  
Español  Nederlands  Italiano  

Wer ist online

Zur Zeit sind 8 Gäste online.
Copyright © 2026 Oberacker Natur und Technik. Powered by Zen Cart